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Fairtube vs. YouTube – wie YouTuber um ihre Existenz kämpfen

Fairtube vs. YouTubeImmer mehr Unternehmen setzen bei ihrem Marketing auf Brand Safety. Was das bedeutet? Das du deine Marke oder dein Produkt in einem sicheren Umfeld bewerben kannst, ohne dabei Gefahr laufen zu müssen möglicherweise mit rechtsextremistischen oder anrüchigen Inhalten in Verbindung gebracht zu werden. Brand Safety hat im Prinzip zwei Ziele, die damit erreicht werden sollen. Zum einen, dass eine Marke nicht mit Gewalt, Pornographie oder rechter Hetze in Verbindung gebracht wird und dadurch möglicherweise einen erheblichen Imageverlust erleidet. Zum anderen sollen genau diese negativen Videos nicht durch die Verbindung mit einem Markennahmen oder Unternehmen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen. 

FairTube vs. Google 

In den vergangenen Jahren hat YouTube immer bessere Algorithmen entwickelt, die Anbieter von Videos mit anstößigen oder extremistischen Inhalten außen vor lassen. Diese filtern Videos dieser Art aus und spielen vor diesen keine Werbung aus. Doch wie es so ist, sind diese Algorithmen leider nicht unfehlbar. Die Diskussion über Uploadfilter, wie Artikel 13 sie vorsieht, kennen wir bereits. Gegner fürchten sich vor einer Zensur oder falscher Selektierung. Bei YouTube sollen die Filter nämlich schon zigweise die falschen getroffen haben. Dagegen möchte sich das Projekt Fairtube wehren und hat deshalb Google eine klare Ansage gemacht. 

Wer steckt hinter Fairtube? 

Das Projekt Fairtube wurde von der IG Metall und dem YouTuber Jörg Sprave ins Leben gerufen. Auf seinem YouTube Kanal stellt Sprave Videos seiner gebastelten Steinschleudern ein, mit denen er die verücktesten Dinge durch die Gegend schießt. Von Oreo-Keksen bis hin zu Macheten oder Kreissägeblättern. Mehr als 2 Millionen Abonnenten machten Sprave und seinen originellen Kanal berühmt. Wer bisher aufmerksam mitgelesen hat, könnte schon selbst darauf kommen, warum der bekannte YouTuber hinter dem Projekt Fairtube steht. 

Fairtube: die Regeln werden von YouTube diktiert

Viele YouTuber verdienen mit ihrem Kanal ihr tägliches Brot und sind auf Werbeeinnahmen angewiesen. Sprave gehörte noch vor einiger Zeit dazu. Doch seitdem YouTube die Richtlinien im Jahr 2018 geändert hat, kann er trotz der hohen Abonnentenanzahl keine Werbeeinnahmen mit seinem Kanal generieren. Anhand von 2500 Kriterien können Werbetreibende bestimmen, in welchem Umfeld sie mit ihren Werbevideos erscheinen möchten. Seitdem brachen die Einnahmen zahlreicher YouTuber ein, bei vielen sogar gänzlich. Da der YouTube Algorithmus seinen Channel in die Kategorie Waffen und Gewalt plaziert hat, werden vor Spraves Videos heute keine Werbeinhalte mehr geschaltet. Gemeinsam mit anderen Betroffenen gründete Sprave eine Facebook-Gruppe mit dem Namen YouTubers Union und scharrte 24000 internationale Mitglieder um sich. Es passierte nichts. 

Dann kam die IG Metall. Und damit sicherte sich der YouTuber einen großen Partner an seiner Seite, der auch die Google Fraktion zum Gespräch bewegen konnte. Google hat sich bei Fairtube gemeldet, wie auf der Seite des Projekts vermeldet wird. Am 22. Oktober wird in Berlin diskutiert. Dabei möchte Fairtube vor allem eines wissen: Wie werden die Videos in bestimmte Kategorien einsortiert. Wie könnte der Algorithmus verbessert werden und was kann Google anstoßen, um Kanäle, die keine rechtsextremistischen, pornografischen oder sonstig abwertende Inhalte verbreiten, weiter am Markt bestehen zu lassen. 

Wie sagt man so schön: ein Zweischneidiges Schwert 

Zum einen kann sicherlich nachvollzogen werden, welche Einbußen die YouTuber durch den Algorithmus auf YouTube haben, wenn gar sogar manche Existenzen davon möglicherweise betroffen sind. Auf der anderen Seite möchten und sollen Marken nicht mit extremistischen oder pornografischen Inhalten in Verbindung gebracht werden, was nicht zuletzt gut ist, im Kampf gegen dergleiche Videoinhalte. 

Die Lösung könnten womöglich lediglich verbesserte Algorithmen sein, besser anwendbare Kategorien oder im besten Fall die Vermeidung jeglicher Videoinhalte, die anstößig oder gefährlich für unsere Gesellschaft werden könnten. Wir sind gespannt darauf, was bei den Gesprächen am 22. Oktober raus kommt. Die Ergebnisse verfolgen könnt auf der Projektseite Fairtube.

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